Webseiten: Angebote und Leistungen texten

Webseiten: Angebote und Leistungen texten

Ob Malermeister, mittelständische Maschinenbaufirma oder Gewürz-Shop: Ihre Angebotsseiten sind das Schaufenster für Ihre Erzeugnisse und Services. Hier müssen Sie überzeugende Fakten bieten und Emotionen hervorrufen, die linke und die rechte Gehirnhälfte ansprechen. Das macht das Gestalten von Produktseiten so anspruchsvoll – vom Design über die Fotos bis zum Verkaufstext.

Was das Ganze noch komplizierter macht: Ein Online-Shop verlangt andere textliche Feinheiten als die Angebotsseite eines Grafikers, der seine Leistungen überblicksmäßig vorstellen will. Deshalb kann ich Ihnen hier nur allgemeine Grundsätze mit auf den Weg geben.

Zwei Dinge sollten Sie beim Texten immer im Auge behalten:

– Bieten Sie die Lösung für ein Kundenproblem.
– Sagen Sie dem Leser, was er jetzt tun soll.

Wenn Sie sich davon beim Schreiben leiten lassen, fällt es Ihnen zum einen leicht, aus der Perspektive des Kunden zu schreiben, seine unausgesprochenen Fragen zu beantworten und zu zeigen, warum Sie der beste Anbieter für ihn sind.

Zum anderen führen Sie den Leser zum gewünschten Ziel hin: zur Kontaktaufnahme via Mail oder Telefon, zum Eintrag in die Mailing-Liste, zur Bestellung etc.

So machen Sie aus Webbesuchern interessierte Anfrager und schließlich neue Kunden.

TIPPS

Überschrift.

Mit der Headline machen Sie den Leser aufmerksam; Sie verführen ihn zum Weiterlesen und ziehen ihn quasi in den Fließtext hinein. Und das müssen Sie im Handumdrehen schaffen, denn im Internet werden Texte meist nur überflogen.

So bekommen Sie den Leser an den „virtuellen Angelhaken“:

– Halten Sie Ihre Überschrift möglichst kurz und knackig. Feilen Sie an Ihren ersten Entwürfen, lassen Sie überflüssige Wörter weg; dasselbe gilt für aufgeblähte Floskeln.

– Formulieren Sie klar und einfach. Das heißt: keine Wortspiele, keine kryptischen Metaphern, keine hintergründigen Aussagen. Verlangen Sie dem Webnutzer nicht mehr geistige Anstrengung ab, als unbedingt nötig („Don’t make me think“).

– Werden Sie konkret. Headlines wie „Beste Leistungen für höchste Ansprüche“ sind verschwendeter Platz. Nennen Sie lieber quantifizierbaren Nutzen, greifbare Vorteile, sprechen Sie davon, was Sie besser machen als der Wettbewerb.

– Fordern Sie den Leser auf, etwas Bestimmtes zu tun, zum Beispiel: „Planen Sie Ihren Garten in nur 1 Stunde – mit unserem Garden-Planning-Set“. Mit solchen Handlungsaufforderungen können Sie die wichtigsten Produktvorteile schon in der Überschrift unterbringen.

Stellen Sie Fragen: „Wie oft tun Sie Ihren Gardenien etwas Gutes?“ oder „Lust auf ein Rafting-Abenteuer im Ötztal?“ Der Leser kann gar nicht anders, als diese Fragen unwillkürlich zu beantworten, er wird neugierig und sucht im Fließtext nach weiteren Infos.

Nutzen. Nutzen. Nutzen.

Übersetzen Sie die Eigenschaften Ihres Produktes oder Services in Nutzen. Zeigen Sie, was der Anwender von Ihrer innovativen Massagemethode hat („… damit entspannen Sie noch schneller …“) oder was ihm Ihr Premium-Catering bringt („… so haben Sie mehr Zeit für Ihre Gäste …“).

Behalten Sie beim Formulieren des Nutzens immer die wichtigsten Kaufmotive im Blick und beschreiben Sie so bildhaft wie möglich, wie Ihr Produkt den Erfolg, das Wohlbefinden, das Ansehen etc. Ihres Kunden erhöht. Zum Beispiel: „Gönnen Sie sich unser azurblaues MaxiPool. Ihre Nachbarn werden Augen machen.“

Tipp: Wenn Sie zum Beispiel ein technisches Produkt mit vielen Spezifikationen herstellen, dann packen Sie diese Detailinfos am besten auf eine Unterseite oder in ein downloadbares PDF.

Einwände behandeln.

Aus persönlichen Verkaufsgesprächen kennen Sie die Einwände und Bedenken Ihrer Zielgruppe – diese mehr oder weniger unbewussten Ängste halten auch Ihre Webbesucher von Kauf oder Kontaktaufnahme ab. Deshalb sollten Sie diese Einwände auf Ihren Angebotsseiten vorwegnehmen und entkräften – und idealerweise gleich in einen Vorteil umwandeln.

Häufige Einwände sind:

– Das Produkt ist zu teuer.
– Das Produkt ist zu kompliziert.
– Wir sind mit unserem aktuellen Lieferanten sehr zufrieden.
– Es ist unklar, ob sich das Produkt überhaupt rechnet.
– Ein Produktwechsel ist viel zu aufwändig.
– Warum soll das Produkt besser als unsere jetzige Lösung sein?

Entkräften Sie diese Bedenken, indem Sie auf besondere Garantie-Bestimmungen hinweisen, konkrete Zahlen bei Einsparungen nennen, das günstige Preis-/Leistungsverhältnis betonen, auf die kurze Amortisationsdauer verweisen, mögliche Einsparungen anhand von Beispielrechnungen verdeutlichen, informative Fallstudien bringen, Testimonials anführen, kostenlose Testversionen oder Beratungsgespräche anbieten etc.

Klar und deutlich.

Die wichtigste Regel für gute Online-Texte zählt bei der Leistungsbeschreibung ganz besonders: Formulieren Sie so klar und deutlich wie möglich, vermeiden Sie übertriebene textliche Kreativität. Schließlich wollen Sie auf Ihren Angebotsseiten verkaufen und nicht durch sprachliche Originalität beeindrucken. Mit anderen Worten: Es geht ums Geschäft, nicht um Literatur.

Und: Erzählen Sie keine Romane, schweifen Sie nicht ab, halten Sie sich so kurz wie möglich. Hier geht es ausschließlich um Ihre Produkte und was der Kunde davon hat. Setzen Sie Links zu Hintergrund-Informationen oder bieten Sie diese als PDF an.

Fürs Auge schreiben.

Denken Sie immer daran, dass Sie für ein Online-Medium schreiben. Das heißt: Gliedern Sie Ihre Produktbeschreibungen in Unterpunkte, arbeiten Sie mit Hervorhebungen und Grafiken (ohne Ihre Seite zu überladen). Nutzen Sie Listen und Aufzählungen und bringen Sie die wichtigsten Produktvorteile gleich am Anfang. Überlegen Sie auch, welche Infos Sie „above the fold“ unterbringen wollen und welche Infos der Leser erst beim Runterscrollen sieht.

Testimonials.

Die Angebotsseiten sind der richtige Platz für „Social Proof“, sprich für begeisterte Kundenstimmen, die den Webbesucher vom Wert Ihres Angebots überzeugen. Lassen Sie Ihre bestehenden Kunden schildern, wie sie von Ihrer Beratung oder Ihren Erzeugnissen konkret profitieren. Das steigert Ihre Glaubwürdigkeit enorm.

Zum Handeln bringen.

Nicht vergessen: keine Produkt- oder Servicebeschreibung ohne Call to Action. Wenn Sie wollen, dass der interessierte Webnutzer mit Ihnen Kontakt aufnimmt, müssen Sie ihm das 1. deutlich sagen und 2. so einfach wie möglich machen.

Also zum Beispiel:

Sie möchten mehr über unsere maßgefertigten Reitstiefel wissen? Rufen Sie uns einfach an unter 01234/5678 – wir beraten Sie gerne.

Lassen Sie sich die detaillierten Studienergebnisse einfach zuschicken – eine kurze Nachricht an office@xx.com genügt.

Erfahren Sie, wie Sie Ihre Kühlkosten senken können und vereinbaren Sie gleich eine kostenlose Erstberatung unter Tel. 01234/56789.

FAZIT

Denken Sie beim Texten Ihrer Angebotsseiten immer vom Kunden her: Was beschäftigt ihn, wie können Sie ihn unterstützen, was hat er von Ihren Leistungen? Schreiben Sie nicht aus der „Wir“-, sondern aus der „Sie“-Perspektive und machen Sie dem Leser klar, warum er sich an Sie wenden soll, um sein Problem zu lösen. Und bauen Sie mit einem klaren, sympathischen Call to Action eine Brücke zu Ihrem Unternehmen.
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